GlĂŒck Auf!

Hammer
[Home]
[Vorwort]
[August Thyssen]
[Ruhrkohlen Bergbau]
[Steinkohle in Duisburg]
[Hamborner Bergbau]
[Westende 1/2]
[AnfĂ€nge Westende]
[HĂŒttenzeche]
[Ruhrorter HĂ€fen]
[Schacht 1/6]
[Schacht 1/6 2. Teil]
[Der Anfang von 2/5]
[Fr. Thvssen 2/5]
[Fr. Thyssen 4/8]
[Beeckerwerth]
[Rönsbergshof]
[Wehofen]
[Walsum]
[NeumĂŒhl]
[Lindwurm]
[Lossprechung]
[Werdegang]
[Steigerlied]
[GĂ€stebuch]
[Mein Hobby]
[Arthurstollen]
[Bad Breisig]
[Bad Breisig]
[Links]
GrubenlampeCounter Besucherzähler
banner1

Der Athurstollen

Die Fördergemeinschaft fĂŒr Bergmannstradition Kamp-Lintfort,

waren vom 3. Oktober - 16. Oktober 2010 und vom 14. August - 28. August 2011

wieder zur Hilfestellung im PrĂ€historischer Kupferbergbau Arthurstollen/Mitterberg in Österreich

Der 1907 angeschlagene Arthurstollen durchquert den HöhenrĂŒcken des Einödberges zwischen MĂŒhlbach und St. Johann im Pongau.
Der Stollen diente zur Erschließung der Kupfererzvorkommen im SĂŒdrevier des Mitterberger Kupfererzbergbaues sowie zum Transport des Erzes von MĂŒhlbach zum HĂŒttenbetrieb in MitterberghĂŒtten. Eine Umlaufseilbahn beförderte die Erze vom ostseitigen Stollenmund direkt in die SchmelzhĂŒtte. Im Jahre 1928 erhielt der Stollen noch eine dritte Funktion: In einer Rinne an der Sohle des Arthurstollens wurde Wasser des MĂŒhlbaches fĂŒr die Stromgewinnung in das Salzachtal ĂŒbergeleitet. Auf Grund dieser WasserfĂŒhrung blieb der Arthurstollen auch nach der endgĂŒltigen Schließung des Kupferbergbaues (1975-1977) erhalten. Erst nach dem Bau eines neuen Druckstollens zwischen MĂŒhlbach und dem Salzachtal 1988 verlor der Arthurstollen auch diese Funktion und sollte ebenfalls verschlossen werden. Durch die GrĂŒndung des Vereines "Montandenkmal Arthurstollen", der sich die Erhaltung der historischen Bergbauanlagen am Einödberg zum Ziel gesetzt hat, konnte die drohende Verschließung verhindert werden. Durch umfassende Sanierungs- und Sicherungsarbeiten in den Jahren 1992-1995 gelang es, einen Stollenabschnitt von rund einem Kilometer LĂ€nge fĂŒr Besucher zugĂ€nglich zu machen.

FĂŒr die Wissenschaft sind die prĂ€historischen Abbauspuren im Arthurstollen von grĂ¶ĂŸter Bedeutung. Rund 400 m vom Salzach-seitigen Mundloch entfernt sind durch den Stollen prĂ€historische AbbaurĂ€ume aufgeschlossen. Untersuchungen von Holzproben ergaben ein Alter von rund 3700 Jahren. Durch die konservierende Wirkung der Kupferverbindungen haben sich Holzeinbauten - Stempel, BĂŒhnen - vorzĂŒglich erhalten. Im weiteren Stollenverlauf werden Einblicke in Bergbautechnik und Abbaumethoden am Beginn unseres Jahrhunderts vermittelt. Das ehemalige Wasserschloss des Arthurwerkes, ein interessanter

Arthurstollen Wasserschloß
            Industriebau aus den zwanziger Jahren, dient als Informations- und Sammelraum fĂŒr Besuchergruppen.

Das Mitterberggebiet (bei Bischofshofen, Österreich) zĂ€hlt zu den Klassikern der österreichischen MontanarchĂ€ologie: Die eindrucksvollen GelĂ€ndebefunde verbinden sich hier mit einer sehr langen und erfolgreichen Forschungstradition, die bis in die siebziger Jahre des 19. Jh. zurĂŒckgeht. Das Gebiet um den Mitterberg gilt als einer der grossen Produzenten des bronzezeitlichen Kupfers. Grundlage dafĂŒr waren die seit dem spĂ€ten 4. Jt. v. Chr. dort abgebauten, ĂŒberaus reichen KupferkieslagerstĂ€tten, die zu den grössten des Alpenraumes zĂ€hlen und stellenweise eine MĂ€chtigkeit von bis zu 4 m erreichten. Mit einer Gesamtausbeute von mindestens 10000 t Rohkupfer nahm das Revier eine dominante Stellung ein, versorgte es wahrscheinlich grosse Teile des nordalpinen Raumes mit dem Rohstoff. Entsprechend bedeutsam ist die damit einhergehende Frage nach der Einbindung dieses Großproduzenten in das wirtschaftliche und siedlungsgeschichtliche Umfeld, insbesondere die logistische und technische Organisation der verschiedenen Produktionsschritte und die GrĂŒnde fĂŒr das Auf und Ab der Kupferproduktion.

Innerhalb des gesamten Montangebietes kommt dem Ensemble "Arthurstollen-Höchbauer" aufgrund seiner Quellenvielfalt eine herausragende Bedeutung zu. Hier wurde eine vergleichsweise kleine, geochemisch sehr charakteristische LagerstĂ€tte (der sog. "Brandnergang") ausgebeutet. WĂ€hrend der Anlage des modernen (rezenten) Arthurstollens in den 20er Jahren des 19. Jh. wurden Teile der bronzezeitlichen Bergwerke entdeckt, rudimentĂ€r erschlossen und dokumentiert. Hierbei handelt es sich um die einzigen noch zugĂ€nglichen Abbaue im Gesamtrevier. Mit etwa 190 m Seigerteufe sind die im Arthurstollen aufgeschlossenen Gruben zudem die tiefsten Bergbaue der Bronzezeit ĂŒberhaupt.
Erst ca. 160 Jahre spÀter, genauer seit den 1980er Jahren
fanden verstĂ€rkt ForschungsaktivitĂ€ten statt; 1991/1992 setzten GrabungsaktivitĂ€ten unter Leitung von C. Eibner ein, die seit 2002 in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum und durch UnterstĂŒtzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Wilhelm Mommertz -Stiftung in grĂ¶ĂŸerem Ausmaß fortgefĂŒhrt werden konnten. Neben den Untertage Ausgrabungen wurden auch obertĂ€gig umfangreiche Prospektions- und Vermessungsarbeiten aufgenommen. Die Arbeiten werden die Kenntnisse zum sog. SĂŒdrevier entscheidend erweitern, und bilden einen ersten Nukleus fĂŒr weitere Forschungen im gesamten Revier des Mitterberges.
 

Die unter der Leitung von Pro. Dr. Thomas Stöllner durchgefĂŒhrten Untersuchungen sind seit MĂ€rz 2007 Teil eines ĂŒberregionalen und interdisziplinĂ€ren Spezialforschungsbereiches (SFB) mit Sitz in Innsbruck. Unter dem Dach des SFB HiMAT (The History of Mining Activities in the Tyrol and Adjacent Areas - Impact on Environment & Human Societies) kooperieren Forscherinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eng miteinander, um den Themenkomplex Bergbau ganzheitlich und ĂŒber die AnsĂ€tze der einzelnen Disziplinen hinaus gehend zu bearbeiten. Neben ArchĂ€ologie und ArchĂ€ometrie sind Geschichte, Sprachforschung und Ethnologie Teil des Forschungsverbundes.
Die Grabungskampagnen haben den bronzezeitlichen stark verzweigten Gangbergbau an allen noch zugĂ€nglichen Stellen untersucht und dokumentiert. Der bisher tief gelegene Grubenraum erstreckt sich bis 15 m unter der rezenten Arthurstollen-Sohle. Er ist in einer tektonischen Störzone aufgefahren und enthĂ€lt noch wohlerhaltene VersatzbĂŒhnen und Stempelverzimmerungen. Der höchst gelegene noch offene Grubenhohlraum besitzt eine Gesamthöhe von 15 m und liegt oberhalb des rezenten Stollens. Seine Firste ist aber an dieser Stelle schon nicht mehr Kupfer fĂŒhrend, ein Zeichen fĂŒr den kompletten Abbau der LagerstĂ€tte in diesem Bereich.

Insgesamt lÀsst sich der alte Bergbau in zwei Abbaubereiche trennen, den sog. östlichen und westlichen Gangtrumm. Dazwischen verhielt sich der Erzgang "absetzig". Beide Bereiche waren durch ein Streckensystem verbunden, das höchst raffiniert angelegt war. Eine Strecke wurde vom östlichen Gangtrumm aus nach Nordwesten angelegt, um sich nach ca. 13 m zielgerichtet mit einer vom westlichen Gangtrumm entgegenkommenden Strecke zu verbinden (sog. Ingenieurbau).

Bergleute des Vereins fĂŒr Bergbauliche Tradition Niederrhein e.V. in Kamp Linfort konnten im Jahr 2010 die Mauerungs- und Zimmerungsarbeiten im Stollen vornehmen. Die Sanierungsarbeiten werden im Jahr 2011 mit einigem GlĂŒck und der von Bundes - Denkmalamt Österreich, den Gemeinden und dem Land Salzburg in Aussicht gestellten Förderungen in einem Teilabschnitt abgeschlossen. Die Anstrengungen sollen zu einer Wiedereröffnung eines ersten Teilabschnittes der FĂŒhrungsstrecke im Arthurstollen fĂŒhren.

Arthurstollen 1
Arthurstollen 12
IMG_0086
IMGP8284
IMG_0025
IMGP8308
IMG_0267
Arthurstollen 20
Arthurstollen 10
Arthurstollen Hochkeil
Arthurstollen Straße
Hochkeilhaus 2011

Mitten in der Natur - Das Hochkeilhaus und das Haus Berghof liegen mitten im Herzen von Salzburg. In 1.400 Meter Seehöhe schmiegen sich die HĂ€user an den Fuß des Hochkönigs (2.941 m), mit Panoramablick auf die beeindruckenden Felsformationen der Mandlwand. Auf dem imposanten Kalksteinblock des Hochkönigs thront ein kleiner Gletscher,. Die Faszination dieser ursprĂŒnglichen Bergwelt hinterlĂ€sst unvergessliche EindrĂŒcke.

Es war eine Interessante Aufgabe mal in einem Erzgang, die ArchĂ€ologen zu Helfen. Auch durch unsere Ausbauarbeit, kamen die ArchĂ€ologen mit den Ausgrabungen zĂŒgig voran.

GlĂŒck auf
[Home] [Vorwort] [August Thyssen] [Ruhrkohlen Bergbau] [Steinkohle in Duisburg] [Hamborner Bergbau] [Westende 1/2] [HĂŒttenzeche] [Ruhrorter HĂ€fen] [Schacht 1/6] [Der Anfang von 2/5] [Fr. Thvssen 2/5] [Fr. Thyssen 4/8] [Beeckerwerth] [Rönsbergshof] [Wehofen] [Walsum] [NeumĂŒhl] [Lindwurm] [Lossprechung] [Werdegang] [Steigerlied] [GĂ€stebuch] [Mein Hobby] [Arthurstollen] [Links]